Töpfern ist eine achtsame Art, meinen Geist zu heilen und die Seele zu nähren

Julie Elise Gaunt

© The Mindful Potter – Julie Elise Gaunt

Ich bin Julie Elise Gaunt, die Seele und die Hände hinter „The Mindful Potter“. Ursprünglich komme ich aus Brighton, England und habe 15 Jahre lang mit Flüchtlingskindern in verschiedenen Regionen der Welt gearbeitet. Eines Tages brachte mich meine Arbeit nach Griechenland, und ich verliebte mich in diesen Ort, das Licht und die Energie. Ich verliebte mich auch in die Arbeit mit Ton und beschloss schließlich, hier mein eigenes kreatives Unternehmen als Töpferin zu gründen.

Meine Liebe zur Töpferei

Für mich ist das Formen von Ton eine Übung zur Achtsamkeit und Heilung.

Jedes Stück, das ich schaffe, wurde sorgsam geformt. Denn eines weiß ich mit Sicherheit: Die Objekte, die wir für unsere Räume und unser Leben aussuchen, übertragen ihre Schwingungen und Energie in unsere Umgebung.

Wenn ich also eine Kaffeetasse mache, dann mit der Absicht, dass die Person, die am Morgen ihre Hände daran wärmt, auch merkt, dass dieses Objekt mit Liebe gemacht wurde.


Das spiegelt sich in dem Om-Symbol wider, das sorgfältig auf jedes meiner Stücke geprägt wird. Das Om-Symbol ist in vielen Kulturen und Traditionen heilig und hat eine komplexe und vielfältige Bedeutung. Es ist sowohl ein Klang als auch ein Symbol – beides soll Einladen, sich mit den Kräften des Universums zu verbinden oder sich in der Meditation nach innen zu wenden.

Für mich repräsentiert das Om einen offenen, kreativen Geist, der aufgeschlossen für Verbindung und Einheit ist – mit uns selbst und mit anderen. Darum markiere ich jedes einzelne Stück symbolisch mit dem Zeichen, damit die positive Energie im neuen Zuhause weiter bestehen kann.

Töpfern erfordert vor allem Geduld

Fast alles, was ich aus Ton mache, wird auf meiner Töpferscheibe hergestellt – in einem schönen, hellen, von Künstlern geführten Gemeinschaftsatelier in Athen, genannt Sektor30.

Ich liebe den Prozess der Keramikherstellung, deshalb arbeite ich gerne behutsam, fertige kleine Stückzahlen und genieße jeden einzelnen Arbeitsschritt. Ich gebe mir die Zeit, die es braucht, um mit Leidenschaft etwas Schönes zu schaffen.

Beim Töpfern geht es um Geduld und Respekt für die Materialien und die Prozesse, die es für die Verwandlung von Erde in Keramik braucht: den Ton kneten, warten, bis er weich genug für das Drehen auf der Scheibe ist; das Objekt auf der Scheibe drehen und dann wieder warten, bis der Ton trocken genug ist, um ihn abzudrehen; den Henkel formen und darauf warten, dass er gerade trocknen genug sind, um am Becher befestigt zu werden ... und dann noch mehr warten, bis alles vollständig getrocknet ist, damit die Objekte sicher im Ofen platziert und gebrannt werden können.

Alle diese Phasen brauchen ihre Zeit ... denn es sind natürliche Prozesse von Erde, Wasser und Feuer ... und das müssen wir respektieren.

Handgetöpferte Keramik ist einzigartig. Das Material nimmt buchstäblich den Abdruck der Hände und Fingerkuppen des Künstlers auf. Wenn man genau hinsieht, dann findet man manchmal sogar unsere Fingerabdrücke im Ton oder in den Glasuren. Keine zwei Töpfer können die gleiche Keramik formen, denn unsere Hände – ihre Größe, Form, Beweglichkeit, Stärken, Schwächen und das Herz und die Seele dahinter – sind alle einzigartig.

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