Insights

A typical day in Daša's life as a ceramist

Hinter den Kulissen

Ein Tag in Dašas Leben als Keramikerin

Accompany Daša in her daily routine and find out more about her way of living and working.
Begleite Daša durch ihren Tag und erfahre mehr über ihre Lebens- und Arbeitsweise.
by
Verena Schmied
Dec 2, 2020
Daša's Pottery Studio
Dašas Töpferstudio

Interview with Daša Kogoj:

At 6:20 in the morning my dog Max usually tells me to wake up. Not to go outside but I think the eating part is much more important to him. It’s time to eat! Actually Max is getting older a little bit and so he doesn’t need to go on really long walks anymore. After that, I drive to my studio which is located in the former garage of my parents house.

Interview mit Daša Kogoj:

Um 6:20 Uhr morgens macht sich mein Hund Max gewöhnlich bemerkbar. Witzigerweise will er nicht nach draußen, sondern erstmal Futter – das ist natürlich viel wichtiger. Außerdem ist Max jetzt schon etwas älter und mag keine wirklich langen Spaziergänge mehr. Danach geht's ab in mein Studio, das sich in der ehemaligen Garage meines Elternhauses befindet.

To my parents „great shock“ I come here at 8 o’clock in the morning every day. I try to have a normal working schedule. If I have orders I would start with throwing the cups, mugs, bowls or plates.

After that my products need to dry. If it is a really nice day in the summer I put the stuff outside to dry a little bit faster which is not always the best thing to do with big stuff. Because big stuff needs to dry slowly. But with smaller stuff it is not that much of a problem. It can’t be in direct sunlight because then it’s gonna dry really fast also it deforms. But I would do that. And then I would trim it. Put handles on it. And stamp it with my logo.

Zum "Schock" meiner Eltern komme ich jeden Tag um 8 Uhr morgens hierher. Ich versuche, einen normalen Arbeitstag zu planen und mich an einen geregelten Ablauf zu halten. Wenn ich Aufträge habe, beginne ich mit dem Drehen der Tassen, Becher, Schüsseln oder Teller.

Danach müssen meine Produkte trocknen. Wenn es ein schöner Sommertag ist, stelle ich die Sachen nach draußen, damit sie etwas schneller trocknen, was bei großen Teilen nicht immer das Beste ist. Denn große Sachen müssen langsam trocknen. Aber mit kleineren Teilen ist das kein Problem. Dennoch darf es nicht im direkten Sonnenlicht stehen, denn dann trocknet es sehr schnell und verformt sich auch. Danach ist das Trimmen an der Reihe, das Anbringen der Henkel und, zum Schluss, stemple ich noch mein Logo drauf.

Lovely to watch Daša trimming a cup
So schön Daša beim Abdrehen eines Bechers zuzusehen

The next step is the firing. If I need to put things into the kiln I try to be very economical. Usually I bisque-fire or glaze-fire at the weekend because the electricity costs are lower. And a 19-Ampere-Kiln do has a high power consumption. It’s not hundreds of Euros every time but when you count all the cost that are needed in producing ceramics, it can amount to large numbers. Any way, I put my things into the kiln or if I’m glazing I remove things stuck to the bottom first and then I sand-brush my ceramics, because I want them to be smooth. After all this done, it’s mid afternoon. I try not to work more than 6-7 hours because it’s physically demanding. At the end of the day I drive back home to Ljubljana which is a 25-minutes-drive away.

Der nächste Schritt ist das erste Brennen. Normalerweise brenne ich am Wochenende, weil dann die Stromkosten niedriger sind. Denn ein 19-Ampere-Ofen hat schon einen etwas höheren Stromverbrauch. Es sind nicht jedes Mal Hunderte von Euros, aber wenn man alle Kosten zusammenzählt, die bei der Herstellung von Keramik anfallen, kann schon etwas zusammenkommen. Jedenfalls gebe ich die Keramiken in den Ofen, oder wenn ich glasiere, entferne ich zuerst noch unschöne Tonreste, die manchmal am Boden kleben. Dann schleife ich sie noch ab, damit alles glatt ist. Das ist mir sehr wichtig. Nachdem alles erledigt ist, ist es später Nachmittag. Grundsätzlich versuche ich, nicht mehr als 6-7 Stunden zu arbeiten, weil töpfern körperlich anstrengend ist. Am Ende des Tages fahre ich wieder nach Hause nach Ljubljana, das rund 25 Minuten mit dem Auto entfernt ist.

Daša unloading the kiln after second firing
Daša beim Entladen des Ofens nach dem Glasurbrand

At the weekend, I really try not to work and take time off. I think that’s important. Even though pottery is something that I really love. Which is something that I can be happy about. Not everybody does. But even though I love my job I love my free time and I love having time just to do nothing, go biking or for walks with Max in the forest.

Am Wochenende versuche ich wirklich, nicht zu arbeiten und mir frei zu nehmen. Ich denke, das ist wichtig. Auch wenn Töpfern etwas ist, das ich wirklich liebe. Etwas ist, über das ich mich jeden Tag freue. Was auch nicht jeder von seinem Job behaupten kann. Aber obwohl ich meine Arbeit liebe, liebe ich auch meine Freizeit. Und ich liebe es, Zeit zu haben, einfach nichts zu tun, Rad zu fahren oder mit Max im Wald spazieren zu gehen.

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Mindly Ceramics
Daniel Zanger
Austria (Europe)
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