Daša Kogoj

Daša's big passions: clay and dogs

Daša Kogoj

Daša's große Leidenschaften: Ton und Hunde

We talked to Daša Kogoj about her way of becoming a ceramist and her love for dogs
Wir sprachen mit Daša Kogoj über ihren Werdegang zur Keramikerin und ihrer Liebe zu Hunden
by
Verena Schmied
May 31, 2021
Daša Kogoj @dasaspottery

Interview with Daša Kogoj:

About me

My name is Daša Kogoj and I am a Slovenian ceramist. It’s not my education but it’s my profession. At the age of 15, I started attending ceramics classes while I was going to high school. After that I went to university to study political science. Which obviously had nothing to do with pottery. But along side studying I always kept on doing pottery. In my second year of university it was clear to me, that will I not go into politics or political science. I figured out that politics was really dirty and also very rigged. Although I was interested in the theory part I recognized that I will not be going to look for a job that would require me to deal with politics. Nevertheless, I did a master’s degree and still have a certain interest in politics but not on a professional level.

Interview mit Daša Kogoj:

Über mich

Mein Name ist Daša Kogoj, ich lebe in Slowenien und bin Keramikerin. Schon während meiner Schulzeit habe ich mit Töpfern angefangen - da war ich gerade mal 15 Jahre alt. Danach ging ich an die Universität, um Politikwissenschaft zu studieren. Was offensichtlich nichts mit Töpferei zu tun hatte. Nebenher habe ich aber immer weiter getöpfert. Im zweiten Jahr meines Studiums wurde mir klar, dass ich weder in der Politik noch Politikwissenschaft arbeiten wollte. Für mich war Politik wirklich schmutzig und auch sehr manipulativ. Obwohl ich mich für den theoretischen Teil interessierte, entschied ich mich, später nicht in diesem Bereich zu arbeiten. Nichtsdestotrotz habe ich den Master-Abschluss gemacht und natürlich habe immer noch ein gewisses Interesse an Politik, aber eben nicht auf beruflicher Ebene.

Max: my lovely assistant

I was born into a family with dogs. We had a Pudel, then an Irish setter and a Beagle. So, it was clear to me that I wanted to have my own dog one day. My ex-partner and I wanted to have a German hunting dog either a Doberman or Boxer. But actually nobody agreed on the first choice and so, we chose a German Boxer. We called him Max.

Max has been a long while with me now and he is turning eight this year. On the 1st of April. I always say he is my first April fool's joke. He is still a great assistant. And really patient. He sees how I behave. He sees when I’m active, he’s active. Or passive, when I am throwing behind the wheel, he is also more passive and in his bed. He is very lovely and not demanding.

Max: mein lieber, tierischer Begleiter

Ich wurde in eine Familie mit Hunden hinein geboren. Zuerst hatten wir einen Pudel, dann einen Irish Setter und einen Beagle. Für mich war also klar, dass ich eines Tages meinen eigenen Hund haben wollte. Mein Ex-Partner und ich wollten einen deutschen Jagdhund, entweder einen Dobermann oder Boxer. Aber unsere Wahl fiel schlussendlich auf einen süßen deutschen Boxer, den wir Max nannten.

Max ist jetzt schon eine lange Zeit bei mir und er wird dieses Jahr acht Jahre alt. Am 1. April. Ich sage immer, er ist mein Aprilscherz. Er ist einfach ein großartiger Beobachter und wirklich geduldig. Er sieht, wie ich mich verhalte: Bin ich aktiv, ist er aktiv. Oder bin ich eher passiv, zum Beispiel, wenn ich an der Drehscheibe sitze, ist er auch passiver und liegt brav in seinem Bett. Er ist sehr lieb und überhaupt nicht anspruchsvoll.

Daša Kogoj and her lovely assistant Max
Daša Kogoj und ihr tierischer Begleiter Max

How I learned to create things made out of clay: my way of becoming a ceramist

Back then, there was this course by a Slovenian ceramist called Urban Magušar. At that time, I was 15 years old, attending high school. My mom knew I was interested in pottery and she encouraged me to try this out. Which I did. And that’s how it all started.

My teacher Urban had a really good plan. He was very into teaching us the basics, in the sense of also classical greek style and roman style like the amphoras. We also did some hand-building. We made snakes, like belts, out of clay, and then we built big vases. One round after the other and we connected it. That’s how Urban was teaching us to get a feel of the clay. How it moves, how it bounds together, how it reacts with your hands, what if it does if your hands are too dry or too wet. Only by experience you learn how clay behaves.

I went to his classes every Thursday, once a week, for 5 years and when Urban stopped doing courses in Ljubljana I continued taking Ines Kovačič’s classes which I had done for 10 years. I am happy to say that Ines is still an amazing friend.

During all those years of learning, I had never felt a strong need to educate myself in a theoretical way. Maybe today I’m a bit ashamed to say that but I have never read hundreds of books about pottery. Although I have to admit, that I read books about potters. And I also have some books about pottery which involve techniques and glaze recipes. I guess I earned knowledge from the years - practicing it over and over again. That’s how I gained my knowledge. Today, the main technique I make my ceramics is throwing it on the pottery wheel.

Wie ich gelernt habe, Dinge aus Ton zu erschaffen: mein Weg zur Keramikerin

Ich habe mit Töpfern angefangen, als ich 15 Jahre alt war. Meine Mutter erzählte mir von einem slowenischen Keramiker namens Urban Magušar. Sie wusste, dass ich mich für die Töpferei interessierte, und ermutigte mich, es auszuprobieren. Was ich auch tat. Und so fing alles an.

Mein erster Lehrer hieß Urban und er machte das wirklich gut. Er hat viel darauf Wert gelegt, uns die Grundlagen zu vermitteln. Im Sinne des klassischen griechischen und römischen Stils - wie z.B. Amphoren gemacht werden.

Als ich anfing zu lernen, haben wir mit Aufbautechnik begonnen. Wir formten Tonwülste, und bauten diese, Runde für Runde, Schicht für Schicht zu einer großen Vase zusammen. Auf diese Weise hat uns Urban beigebracht, ein Gefühl für Ton zu bekommen. Wie er sich bewegt, wie er sich zusammenfügt, wie er mit den Händen reagiert, was passiert, wenn die Hände zu trocken oder zu nass sind. Ich glaube, nur durch Erfahrung und Übung lernt man, wie sich Ton verhält.

Ich besuchte Urbans Kurse fünf Jahre lang, jeden Donnerstag, einmal pro Woche. Als Urban aufhörte, Kurse in Ljubljana zu geben, nahm ich weiterhin an den Kursen von Ines Kovačič teil, die ich 10 Jahre lang besuchte. Und auch heute noch ist Ines eine sehr gute Freundin.

Was den theoretischen Teil betrifft, muss ich zugeben, dass ich über all die Jahre nie ein wirklich starkes Bedürfnis verspürte, mich hier umfassend weiterzubilden. Ich habe nie Hunderte von Büchern über das Töpfern gelesen. Obwohl ich sehr gerne Bücher über Töpferinnen und Töpfer lese. Und ich habe auch einige Bücher, die sich mit Techniken und Glasurrezepten beschäftigen. Aber ich habe nie großartig das Bedürfnis verspürt, die Theorie großartig auszubauen. Ich schätze, ich habe mir über die Jahre selbst mein Wissen angeeignet - indem ich immer und immer wieder mit dem Material Ton geübt und einiges ausprobiert habe. So habe ich mir mein jetziges Wissen angeeignet. Heute ist die Haupttechnik, mit der ich meine Keramiken herstelle, das Drehen auf der Töpferscheibe.

Daydream Mug
Daydream Tasse

How I would describe my ceramics…

I always like my pottery to be gentle, firm but also simple at the same time. A little bit of „hygge“, a little bit of simplicity and also functionality is a very important.

Wie ich meine Keramiken beschreiben würde...

Ich mag es, wenn meine Keramik fein, praktisch, aber gleichzeitig auch einfach ist. Ein bisschen „hygge" eben. Außerdem sind mir Schlichtheit und Funktionalität sehr wichtig.

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