Töpferliebe

Drehen ist wie Meditieren

Wie das Töpfern Wiebke positiv beeinflusst und was sie inspiriert

von
Verena Schmied
24.8.2021

Interview mit Wiebke Stade:

Nicht du zentrierst den Ton, sondern der Ton zentriert dich

Eines meiner Lieblingszitate eines englischen Keramikers lautet: „Das A und O beim Drehen ist das Zentrieren. Nicht du zentrierst den Ton, sondern der Ton zentriert dich.“ Das beschreibt es für mich auf den Punkt. In meinem Leben ist momentan viel los – unsere zwei kleinen Kids, die Haustiere, der Garten,… Häufig schwirren mir ganz viele Gedanken im Kopf herum und ich kann diese gar nicht zu Ende denken, weil ich unterbrochen werde oder irgendwas passiert. Und beim Töpfern, beim Zentrieren des Tons, muss ich ganz bei mir sein. Dabei kann ich meine Gedanken ordnen und die Arbeit mit Ton hilft mir da total.

Für mich ist Drehen wie Meditieren

Neben dem Töpfern unterrichte ich auch Yoga. Ganz bewusst bei sich sein, in sich ruhend, aufmerksam auf sich hören und achtsam sein – das versuche ich meinen SchülerInnen dabei zu vermitteln. Still sitzen und meditieren hingegen kann und mag ich nicht. Für mich braucht es die Bewegung, meine Form von aktiver Meditation. Hier ist auch die Parallele zum Töpfern: Drehen ist Bewegung. Und für mich wie Meditieren, weil ich nur auf diese eine Sache fokussiert und konzentriert bin. Ich kriege nichts, was rund um mich herum passiert, mit. Die Arbeit mit Ton zentriert mich und bringt mich wieder runter. Auch wenn der Körper schon mal müde wird, bleibt mein Geist hellwach und gleichzeitig ruhig. Ich bin total glücklich. Ich lebe im und den Moment. Das macht Ton, das macht das Drehen mit mir.

Beim Drehen bin ich nur auf diese eine Sache fokussiert und konzentriert.

Wer und was mich inspiriert

Als Modedesignerin musste ich die Trends kennen und wissen, was gerade en vogue ist. Das hat mir eigentlich auch immer Spaß gemacht und ich habe die Sachen vielfach selbst getragen. Heute aber inspiriert mich die Modewelt an sich nicht mehr wirklich. Inspiration bekomme ich beim Autofahren und bei alltäglichen Arbeiten. Oder, wenn ich abends meine Tochter ins Bett bringe und stundenlang daliege, während sie sich in den Schlaft nuckelt. Dabei überleg’ ich mir, was ich als Nächstes machen könnte.

Inspiration hole ich mir zudem bei anderen KeramikerInnen. Letztens habe ich einen Keramiker entdeckt, der total verrückte Skulpturen und Vasen baut. Das fand ich irre und faszinierend. Dabei geht es mir hauptsächlich darum, neue Techniken zu lernen, auszuprobieren und meine Fähigkeiten zu verbessern. Weiters inspiriert mich die Kunst und Malerei – insbesondere die Art und Weise, wie die KünstlerInnen die Farben verwenden und einsetzen. Das ist für mich eine großartige Quelle für neue Projektideen.

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