Christine erzählte uns, wie sie zum Töpfern kam.

Portrait

Wie ein Geburtstagsgeschenk Christine's Leben veränderte

Schon seit ihrer Kindheit liebt Christine das kreative Gestalten. Aber erst durch eine besondere Person kam sie eigentlich zum Töpfern.

von
Verena Schmied
10.9.2021

Interview mit Christine Nebosis:

Ich heiße Christine Nebosis und wohne in Neulengbach, das liegt zwischen Wien und Sankt Pölten, an der Westautobahn. Seit vielen Jahren arbeiten mein Mann und ich von zu Hause aus. Die Haustüre steht weit offen und wir beide sind immer da, wenn jemand vorbei kommen möchte. Für uns ist unser Haus ein Ort der kreativen Begegnung für Klein bis Groß. Nicht nur ein Schlaf- und Wohnplatz. Das macht den Unterschied: Diese Kombination aus Leben und Arbeiten unter einem Dach.

Wir waren von ihrem gemütlichen Zuhause und Töpferstudio begeistert.

Töpfern stand nicht am Plan

Zum Töpfern kam ich durch einen Zufall. Ursprünglich komme ich aus einer sehr musiklastigen Familie. Ich liebe es, wenn jemand musiziert. Und es geht mir echt ab, wenn meine „Live Musik- Untermalung“ nicht da ist. Mein Mann ist nämlich Musiker und hat neben meinem Töpferstudio seinen Probenraum. Aber so sehr ich die Musik liebe, hatte ich dazu nie einen starken Bezug.

Meins war eigentlich immer eher das Gestalterische, das Bildnerische – schon als Kind. Ich liebe es, mir, im wahrsten Sinne des Wortes, die Hände schmutzig zu machen. Dennoch entdeckte ich meine Leidenschaft fürs Töpfern erst viel später. Vorher entschied ich mich für ein Germanistik- und Pädagogikstudium an der Uni Wien und eine Montessoripädagogik-Ausbildung. Aber irgendwie fehlte mir die Verbindung zwischen dem Unterrichten und Gestalten.

„Ich liebe es, mit meinen Händen zu arbeiten und etwas mit ihnen zu gestalten.“

Wie ein Geburtstagsgeschenk mein Leben veränderte

Wie viele andere, besuchte ich irgendwann einmal einen Töpferkurs. Ein bisschen dies, ein bisschen das, ein bisschen hinein schnuppern. Aber ziemlich rasch bemerkte ich, dass mir das Töpfern richtig Spaß macht und ich fand es irgendwie cool. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich mir aber nie erträumt, das dass Töpfern einmal mein Leben prägen wird.

Dann kam mein Geburtstag und mein Mann überraschte mich mit einem kleinen Brennofen, der immer noch fleißig in Betrieb ist. Ich war sprachlos. Andreas hatte offensichtlich beschlossen oder erkannt: „Töpfern. Das passt perfekt zu Christine.“ Und er hat damit ins Schwarze getroffen. Zugegeben, die ersten Monate bin ich nur um das Ding herumgeschlichen. Aber schließlich packte mich das Töpfer-Fieber, ich habe mir daheim eine Werkstatt eingerichtet und startete einfach ohne einen bestimmten Plan zu verfolgen.

In den ersten Jahren bin ich wirklich jeden Tag in der Werkstatt gesessen, habe konsequent und hart gearbeitet, geübt und mir viel autodidaktisch beigebracht. Und so lernt man es letztendlich: Du musst es dir erarbeiten. Zusätzlich habe ich an der künstlerischen Volkshochschule in Wien den mehrjährigen Keramiklehrgang bei Christine Vrabec absolviert. Das waren sehr lehrreiche und intensive Jahre, in denen ich neben der Arbeit mit Keramik außerdem anderes künstlerisches Grund-Handwerk erlernte. Das war vor 20 Jahren und seither ist das Töpfern zentraler Bestandteil meines kreativen Lebens.

Was bei Christine kinderleicht aussieht, ist das Ergebnis 20 jähriger Übung.
„Gerade beim Erlernen des Töpferhandwerks geht es nur um den Prozess und kaum um das Ergebnis.“

Auch wenn ich meine Bestimmung vielleicht erst relativ spät in meinem Leben entdeckt habe, bin ich heute sehr glücklich als Keramikerin arbeiten zu dürfen. Ich arbeite sehr prozessorientiert und das ist wahrscheinlich das, was mir am Drehen und allgemein am Töpfern so taugt. Für mich steht der Prozess, das Formen und Gestalten im Vordergrund. Meist entstehen so die besten Dinge.

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